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Roberts Space Industries

BABYLON Constellation / BFFC

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Der Mythos „Babylon“ ist ein jahrtausendealtes Sinnbild für die Einigkeit und dem Aufbegehren gegenüber allem Bösen.
Diesen Gedanken verfolgen wir noch heute und stehen allen Völkern, Rassen und Denkweisen offen gegenüber.



History

Mehrere tausend Jahre hatte das Schicksal auf sich warten lassen, um nun endlich den Lebewesen, welche Zuflucht suchten, eine Heimat zu schenken. Eine Zivilisation, die nicht mehr länger ein sehnsüchtiger Traum oder eine hoffnungsvolle Vision der Unterdrückten war, sondern Realität: BABYLON.

Kapitel 1 | Sein Sklavenname war Hope

Dem Gründer haben wir diese neue Heimatwelt zu verdanken, der mit Mut und Geschick die Fesseln der Sklaverei abstreifte und die Freiheit erlangte. Dies ist die Geschichte eines besitzlosen Sklaven, namens Hope, der allen Unterdrückten Schutz bieten wird.

Das Geburtsdatum von Hope ist nicht bekannt. Er wurde, so erzählt man sich, als Sklave geboren. Als Sohn einer Feldarbeiterin und eines Minenarbeiters lernte er früh, was es heißt ohne Besitz und Rechte, wie Vieh behandelt zu werden. Kurz nach seinem sechsten Geburtstag wurde Hope an einen Opiumhändler verkauft. Aufgrund seines mageren und ausgemergelten Körperbaus erzielte sein Herr für ihn nur einen Spottpreis. Und so machte sich sein neuer Besitzer auch bei jeder Gelegenheit über seinen Namen lustig, den seine Mutter ihm, ihrem einzigen Lichtblick, in ihrer finstersten Stunde gegeben hatte.

Mehrere Jahre reiste Hope als Kammersklave an Bord des Opium-Handelsschiffes von Welt zu Welt. Er entdeckte die Unendlichkeit des Weltraums und in ihm keimte die Saat der Freiheit, die später eine reiche Ernte bringen sollte. Der Opiumhändler, mittlerweile ein alter Mann, war selbst seinen berauschenden Waren verfallen und nicht mehr in der Lage seine Geschäfte gewinnbringend zu führen. Sein altes Handelsschiff war ein verwahrloster Haufen Schrott und so sah er als Ausweg nur noch ein weiteres Laster: das Glücksspiel.

Als Hope zu einem jungen Mann herangereift war, begleitete er den Händler, wann immer er das Schiff verlassen musste. Obgleich Hope viele Möglichkeiten gehabt hätte seinen Herrn zu hintergehen oder zu verlassen, so blieb er loyal und aufrichtig, denn dies unterschied die beiden am deutlichsten. Hope fand den Weg der Tugend und Aufrichtigkeit, deshalb stand er zu seinem Wort, wann immer es für jemanden etwas zählte.
Als der Opiumhändler fast seinen kompletten Besitz verspielt hatte, setzte er alles auf eine Karte. Im schäbigen Hinterzimmer einer Spelunke am äußersten Rand der von Menschen zivilisierten Galaxien wollte er sein großes Glück versuchen. Mit seinem Gehstock trieb er Hope voran und fauchte: „So Sklave, heute entscheidet sich dein Schicksal! Wollen wir doch mal sehen, ob dein Namen tatsächlich ‚Hoffnung‘ bedeutet. Sollte ich heute Abend verlieren – werde ich dich an den übelsten Bastard verschachern den ich in der Gosse finde, mich mit Mohn beräuchern und mit diesem Leben abschließen!“ Er hustete und schob Hope weiter in das düstere mit Rauchschwaden durchzogene Zimmer. Hope kannte den Geruch genau, es war Ka’Tschan-Opium. Eine der billigsten Mohnpflanzen mit mehr Nebenwirkungen als eine Nacht mit den schrulligen Dirnen am lokalen Raumhafen.

Am Tisch saßen drei Menschen mittleren Alters. Hope war froh, dass es keine Kr’tak oder Tevarin, waren. Bei einem Spiel unter Menschen bestand zumindest eine geringe Chance zu gewinnen. Hope versuchte mit gesenktem Kopf die Männer zu mustern. Aus den Augenwinkeln beobachtete er einen ehemaligen Söldner, der sich seinem Herrn als Garchecz vorstellte und dessen von Gewalt geprägtes Leben man an seinen vielen Narben erkennen konnte. Zu seiner Rechten saßen Moldesch, ein nervöser Eisenhändler, dessen Augen und Hände nie still zu stehen schienen und dessen Bruder Kaimor, von dem niemand wusste, was er eigentlich tat um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten, falls er sich überhaupt mit irgendetwas sinnvollem beschäftigte.

Man nahm Platz und die Würfel wurden geworfen. Die Gemeinschaft spielte mehrere Stunden und es überraschte kaum, dass die Münzstapel von Hopes Herrn schrumpften während die der anderen Spieler mehr und mehr zunahmen. Die grausamen Narben in Garcheczs Gesicht konnten sein hämisches Grinsen nicht verbergen. Als es der Opiumhändler erblickte war es wie ein weiterer Schlag für ihn in die Magengrube. Er machte seinem Ärger Luft in dem er seinen Sklaven anfuhr: „Sklave! Ich habe dich als schmächtigen Jungen gekauft und durchgefüttert. Nichts hast du mir gebracht, was deines Namens würdig gewesen wäre!“ Er drehte sich zur den Herren um und ergänzte: „Seine Mutter, diese lästige Hure, hat ihm den Namen ‚Hope‘ gegeben…“ Er brach in schallendes Gelächter aus in das die anderen Spieler einstimmten. Wohl weniger wegen des Scherzes, sondern eher, weil sie dem alten Händler auch noch die letzte Münze abnehmen wollten.

„Los ‚Hope‘“, sagte sein Herr mit ironischer Betonung, „wirf die Würfel für mich du nutzloser Haufen Dreck!“ Er zerrte ihn mit dem gebogenen Ende seines Gehstockes an den Tisch heran. „Solltest du mir auch nur einen Funken Glück bringen können, dann tu‘ es jetzt!“ Die Männer bogen sich vor Lachen und feixten. Der Sklave soll also den entscheidenden Wurf bringen.

Und so geschah es, dass es nicht beim letzten Wurf blieb. Denn Hope hatte eine Glückssträhne und die Mundwinkel seines Herrn hoben sich mit jedem Wurf weiter an bis sich sein Gesicht zu einer irren Fratze verzogen hatte. Der Übermut und die berauschende Droge veranlassten den Herrn seinen Sklaven beiseite zu schieben und sein Glück wieder selbst in die Hand zu nehmen. Und er verlor. Alles.

Hopes Magen verkrampfte sich. Der Alte war sturr und unfähig einen logischen Gedanken zu fassen. In einem Augenblick der Klarheit drehte er sich zu Hope um und raunte: „Du musst.“ Das Lachen war ihm vergangen. Auch fügte er nicht die üblichen Beleidigungen an seine Befehle an. „Moldesch, was meinst du? Wollen wir ihm seinen Glücksbringer abkaufen, damit er wieder etwas einsetzen kann?“, sagte Kaimor, der Taugenichts. Er erntete ein spöttisches Grinsen und alle starrten den Opiumhändler an. „Hope wird für mich würfeln. Er wird mir Glück bringen. Er wird mein Vermögen zurückholen!“ Hope zögerte. Nie wurde ihm eine solche Aufmerksamkeit zu teil. Sein Herr zog eine Sternenkarte und eine Urkunde aus der Innentasche seines ranzigen Jacketts. Es war eine Besitzurkunde eines erdähnlichen Planeten. Alle schauten überrascht und interessiert, Hope eingeschlossen, dass der Alte noch so etwas in der Hinterhand hatte.

Er schob das Papier in die Mitte des Tisches. „Alles oder nichts! Dieser Planet ist frisch terraformiert, reich an Erzminen und seltenen Rohstoffen. Er ist mehr wert als alles andere was auf diesem Tisch liegt!“ Die Augen der anderen leuchteten, als sie die Dokumente begutachteten, sie gegen das Licht hielten und den Stempel auf seine Echtheit prüften. Ohne Worte schob einer nach dem anderen seinen Stapel Münzen in die Mitte des Tisches. „Los! Würfle!“ forderte er Hope auf. Garchecz hob die Hand: „Sollte dein nutzloser Sklave gewinnen – schenke ihm die Freiheit. Er hat sie verdient.“ „Da hast du recht“, pflichteten ihm die beiden Brüder einstimmig bei. Der Alte lachte verstellt und entgegnete: „Sollte er gewinnen, dann werde ich ihm nicht nur die Freiheit schenken, sondern auch den Planeten. Das Geld wird mir reichen um ein großes Banu-Schiff zu kaufen und mein Geschäft wieder zu beleben. Ich bin Händler…“ Der Ex-Söldner unterbrach ihn und kürzte seinen Monolog ab: „Gut! Sehen wir uns an, was dein Sklave würfelt!“ Er blickte mit kalten Augen zu Hope hinüber und gab ihm ein Zeichen heran zu treten. „Los würfle und entscheide über dein Schicksal und das deines Herrn!“ Die Würfel klebten in Hopes schwitziger Handfläche. Alles oder nichts. Er beruhigte sich mit dem Gedanken, dass er die Freiheit so oder so gewinnen würde – im Leben oder im Tod.

Er hielt noch einen Moment inne, dann schleuderte er die Würfel auf die Tischplatte. Als sie liegen geblieben waren wurde es still. Vor Hopes Augen war alles verschwommen und er musste zwei, drei Mal blinzeln bis er klar sehen konnte. Unfassbar. Sie hatten gewonnen! Er hatte gewonnen! Die Männer sanken in ihre Stühle zurück. Ihre Niederlage war schmerzlich, aber sie waren es gewohnt zu verlieren. Der Alte hingegen schien vor allen Blessuren geheilt. Er war aufgesprungen und zeigte auf die Würfel. „Ha! Bei den Göttern! Der Sklave hat es tatsächlich geschafft!“ Er begann die Münzen zügig an seinen Rand der Tischplatte zu ziehen. „Los Sklave, hol mir einen Sack für meine Münzen.“ Er nahm die Planetenurkunde, faltete sie und steckte sie ohne zu zögern zurück in seine Tasche. Missbilligend erhob sich Garchecz: „Halt alter Mann! Hast du nicht etwas vergessen?“ Hope blickte seinen Herren an. Er hatte nicht erwartet, dass der Alte sein Wort halten würde. Als die drei anderen sahen, dass der Opiumhändler keine Anstalten machte, seinen Schwur zu halten, zog Garchecz ein Messer aus seinem Stiefelschaft. „Los steh zu deinem Wort du alter Narr!“, denn auch wenn er als Söldner in seinem Leben viele Verträge gebrochen hatte, am Spieltisch war er ein Ehrenmann. Er rammte das Messer mit unglaublicher Kraft in die Tischplatte und sah ihm fest in die Augen. Langsam fischte der Alte den Zettel aus seiner Jacke und überschrieb den Planetenbesitz an seinen ehemaligen Sklaven. Er drückte die Papiere in Hopes Hände und zischte: „Los, verschwinde… – Sklave.“ Hope verneigte sich den Männern gegenüber, die für seine Freiheit eingestanden waren, und verschwand durch die Tür.

Kapitel 2 | Die Waffenfabrik

Die Berichte von diesem Ereignis verbreiteten sich schnell von Stadt zu Stadt, von Kontinent zu Kontinent, sie sprangen von Planet zu Planet und verbreiteten sich schnell in allen Sternenhaufen und Galaxien. Ein Sklave hatte die Freiheit erhalten und sogar einen ganzen Planeten. Viele der Unterdrückten fanden in diesen Tagen neue Hoffnung, einige stellten sich sogar gegen ihre Herrn und versuchten zu flüchten. Im gesamten Universum sprach man über das Ereignis und jeder Sklave hatte den Traum der Freiheit – und eines Tages zum Planeten „Babylon“ zu gelangen – der neuen Heimat, dem Inbegriff von Freiheit.

Wenige Jahrzehnte später wurde die Sklaverei verboten und dies gelang nicht zuletzt weil sich Menschen, wie Hope für die Freiheit und Würde des Menschen einsetzten. Jahrhunderte später war der Planet „Babylon“ dicht und friedlich besiedelt. Es gab eine weise und gerechte Regierung und ein harmonisches multikulturelles Volk verschiedenster Rassen. Die Wirtschaft florierte und es fehlte den Babyloniern an nichts. Es entwickelte sich eine Hochkultur, eine freie spirituelle Lebensweise und eine blühende Wissenschaft.

Doch der wiederkehrende Zyklus der Geschichte nahm auch auf dem Planeten „Babylon“ seinen Lauf. Eine elitäre Oberschicht begann sich vom gemeinen Volk ab zu heben. Sie lebte in prunkvollen Villen und Palästen. Ihre Schiffdocks waren gesäumt mit Olivenbäumen oder seltenen Jahrhundertblüten. In ihren Gemächern horteten sie seltene Reliquien und Schätze ferner, längst erloschener Zivilisationen. Ihre Bediensteten arbeiteten für einen Schlafplatz und eine Hand voll Mo’rak-Mais. Und so geschah es, dass die mittellosen Arbeiter nachts die Lieder ihrer Vorfahren anstimmten und gemeinsam sangen: „For a free constellation, this is our vocation. Hope bursted our bond, as was his wont. […]“ (dt. „Eine freie Konstellation ist unsere Berufung. Hope sprengte unsere Fessel, so war es gewohnt.“). Und erneut hatte die Hoffnung und Sehnsucht ihren Samen gepflanzt.

Es kam jedoch anders. Das Herrschertum kannte seine eigene Geschichte und Vergangenheit. Doch statt ihren Fehler rückgängig zu machen bestanden sie auf ihrem Irrweg und hielten an ihrer Lebensweise fest. Ihr Leben war bequem und so sollte es bleiben. Es wurde vom obersten Führungsstab ein Edikt erlassen, welches „zum Schutz der Angestellten“ ermöglichte sie „vor sich selbst zu schützen“ –wenn nötig auch mit körperlicher Züchtigung oder Waffengewalt.

Die unterdrückten Babylonier hatten keine Chance gegen ihre Herren und über Generationen hinweg blieb ihre Hoffnung ein kleiner Stern am Firmament. Es gab Nächte in denen war er nicht zu sehen, er schien verschwunden, nicht zu existieren.
Timotheus, der älteste von drei Brüdern, arbeitete in einer streng bewachten Waffenfabrik. Seine Hände waren zerkratzt und blutig vom scharfen Metall und Brandnarben zeugten von seiner Arbeit mit dem Laserschweißgerät. Er schuftete Tag ein Tag aus. Er kannte kein anderes Leben, dies war sein Dasein. So hatte er auch nur erfahren, dass Babylon im Krieg stand, weil seine Aufseher ihn noch härter rannahmen und noch mehr Waffen und Munition produziert werden mussten. Es war der Krieg zweier babylonischer Reiche: Territoriale Besitzstreitigkeiten reicher Großgrundbesitzer, der Anlass.

Häufig surrte die Alarmsirene woraufhin die Arbeiter ihre Produktion einstellten und in einen unter der Halle befindlichen Bunker geführt wurden. Diese Schutzräume waren sehr selten, doch die Obrigkeit sah es wohl als höchste Notwendigkeit an, dass auch in Zukunft die Waffenproduktion gesichert sein musste. So geschah es, dass Timotheus auch an diesem Morgen in den Schutzbunker flüchtete, weil das Warnsignal einen anstehenden Luftangriff ankündigte. Die Fabrikarbeiter reihten sich auf und zogen dann in langen Schlangen, wie weiße Hawouperlen auf einer Banu-Halskette aufgezogen, in den unterirdischen Bunker. Es war kein Probealarm, das wurde allen sehr schnell klar. Auf der Oberfläche detonierten abertausende Tonnen Sprengstoff und Container voll mit Gatlingmunition. Offenbar war die geheime Waffenfabrik ausfindig gemacht worden. Die Attacke dauerte nicht länger als zwanzig Minuten, dann war es totenstill. Die Fabrikhalle war über der Bunkeranlage zusammengebrochen und hatte alles zerstört was unter ihr begraben wurde. Das spärliche Licht der Notbeleuchtung flackerte und erlosch schließlich vollständig. Absolute Finsternis umgab die eingeschlossenen Arbeiter und einige Aufseher. Keiner wagte ein Wort zu sagen. Eine Taschenlampe leuchtete auf und ihr Kegel folgte den Gesichtern der Überlebenden. Unter vereinten Kräften versuchte man das große Bunkertor zu öffnen, doch es war versperrt von Stahlbetonträgern und Schutt.

Die Temperatur in den Schutzräumen stieg stetig an und bald war die Vermutung der Einzelnen die bittere Wahrheit der alle ins Auge blicken mussten: die Generatoren für die Frischluftzufuhr waren ausgefallen und vermutlich zerstört worden. Es dauerte nicht lange, dann hatten die mit Laserpistolen bewaffneten Wärter einen Entschluss gefasst. Sie sammelten sich und feuerten etliche Salven in die sauerstoffverbrauchende Arbeitermenge. Der Tod roch nach von Lasern versengtem Fleisch und die angekohlten Leichen lagen wie umgestoßene Dominosteine auf dem kalten Betonboden des Bunkers. Es war ein Massaker das kein Ende zu nehmen schien. Die Fabrikarbeiter hatten keine Chance. Als der letzte Ladebalken der Laserwaffen erlosch, war fast jeder Atem ausgelöscht. Nur eine Hand voll Überlebender kroch nun zwischen den Leichen hervor um sich ihren Peinigern zu stellen. Auch Timotheus war unter ihnen und wortlos stellte er sich den Aufsehern entgegen. Trotz ihrer Schlagstöcke hatten die Wärter keine Chance gegen den hasserfüllten Mob und so wurden dem Tod weitere Seelen geopfert. Zwölf Männer und Frauen, unter ihnen Timotheus, waren die einzigen die dem Massaker entkommen waren. Sie scharrten sich zusammen, beklagten die Toten und ließen sich von ihrem Hass und Kummer übermannen.

Der Gestank und die Fäulnis machten das Atmen fast unmöglich. Nahrungs- und Wasserreserven waren nach wenigen Tagen aufgebraucht. Ihr Überleben schien, wie eine elende Verzögerung des Unausweichlichen. Insgeheim beneideten sie die Gefallenen, welchen ein kurzes Dahinscheiden gegönnt gewesen war. Der Krieg auf der Oberfläche war in vollem Gange. Stündlich vibrierte der Boden von herabfallenden Bomben und der Putz konnte sich kaum an der Decke halten. Die Eingeschlossenen hatten kein Gefühl mehr für Raum und Zeit und so war es auch unklar, wie lange sie bereits im Bunker festsaßen als eine ohrenbetäubende Explosion zu hören war. Lauter als alles was sie bisher gehört hatten und energetischer als es eine nukleare MT-28 je hätte sein können. Der komplette Bunker schien zu schwingen als die Erschütterungswellen den harten Fels durchzogen. Es war der letzte laute Knall eines Feuerwerkes, danach folgte unendliche Stille. Später stellte sich heraus, dass es eine hydrostatische Bombe gewesen war. Der „Rote Knopf“ war also gedrückt worden. Eine Bombe, welche jegliches Leben auf Babylon ausradieren sollte. Eine kurze energiegeladene Explosion, welche Wasser verpuffen lässt und die Existenzgrundlage alles Natürlichen entzieht.

Seen und Meere auf „Babylon“ waren innerhalb von Millisekunden verdampft. Menschen und Tiere nur noch ausgetrocknete für die Ewigkeit konservierte Kadaverhüllen in der Wüste. Bäume, Sträucher, Pflanzen – sie alle waren nur noch dehydrierte und verdorrte Überreste ihrer einstigen Blüte. Die globale Temperatur war weiter angestiegen, kippte jedoch, als das verdampfte Wasser sich aus dem schwarzen Wolkengürtel der den Planeten umgab löste und tagelang herniederprasselte. Es bildeten sich neue Seen und Meere und einige Samen keimten aus dem feuchten Lehm. Man könnte meinen, dass Orkanstürme oder Eiszeiten mit einer solchen Katastrophe einhergehen würden – doch sie blieben aus. Es schien als hätte die Welt sich von einem lästigen Parasiten befreit und würde nun endlich zu ihrem Gleichgewicht zurück finden können.

Kapitel 3 | Die Offenbarung

Der Planet war von tiefen Kratern und steilwändigen Fjorden durchzogen. Nachdem sie wohl einen Monat lang im Bunker festsaßen geschah das Unfassbare. Die Fluten hatten den Untergrund durchströmt und die Felsen unterspült. Mit höllischem Getöse fiel ein Teil des Bunkers in die Tiefe und das Tageslicht schoss wie eine mächtige Impulswaffe in die Dunkelheit. Die Arbeiter hoben schützend die Hände vor ihre Augen. War ihr Ende gekommen? War dies die Erlösung? Abwartend und zunehmend ihre Lage begreifend standen sie regungslos da. Als sich die ersten an das helle Tageslicht gewöhnt hatten wurden Freudenschreie laut. Sie hatten überlebt! Sie waren frei! Ohne zu zögern kletterten sie über die kantigen Felsen aus dem Höllenschlund empor. Oben angekommen blieben sie fassungslos stehen. Was war geschehen? Sie blickten vom Berghang eines schroffen Felsenberges auf ein grünes Tal. Nur wenige Zeitzeugen hatte die Katastrophe hinterlassen: Betonruinen ragten vereinzelt aus dem Boden. Bachläufe durchzogen das frisch duftende Gras und ein kleiner Hain Ahorn- und Eichenbäume hatte einen Hügel besiedelt.

Die zwölf Überlebenden von Babylon errichteten kleine Hütten und freuten sich ihres Lebens. Alles hatte man ihnen genommen, alles hatten sie bekommen. Unter ihrem Anführer Timotheus entstand eine neue Zivilisation. Sie ehrte den Namen und die Gesetze der Vorfahren und lebte wie es Gott gefiel…

Manifesto

Geflügelt beflügelt.

Unser Zusammengehörigkeitsgefühl erstreckt sich über mehrere Staffeln mit verschiedenen Schwerpunkten. Zu unserer erklärten Aufgabe gehört der militärische Schutz der Zivilbevölkerung, sowie das Erforschen, Gewinnen und Verkaufen von seltenen Ressourcen. (Auf weitere Details wird aus strategischen Gründen nicht weiter eingegangen.)

Kommunikativ aktiv.

Auf unserem Teamspeak3-Server besprechen die Mitglieder die Einsätze, planen gemeinsam mit unseren Allianzen die nächsten Schritte, verabschieden Handelsabkommen, praktizieren Diplomatie und genießen die Geselligkeit. Zusätzlich verständigen wir uns via WhatsApp, beispielsweise zur Koordination von Kryostase-Reisen und Verteidigungen. Darüber hinaus verfügen wir natürlich über ein internes Forum mit vielseitigen Informationen und einer gerne genutzten Chatfunktion. Mittwochs um 20 Uhr bieten wir eine TS-Gesprächsrunde für alle SC-Begeisterte und Interessierte an.

Übergreifend reifend.

Unser Team repräsentiert viele Altersgruppen und verschiedenste kulturelle Hintergründe. Wir akzeptieren die Mitgliedschaft ab 18 Jahre (Ausnahmen ab 16 Jahren bedingt möglich). Auch wenn wir gemeinsame Erfolge im Spiel erreichen und feiern wollen: das „echte Leben“ steht bei uns immer an erster Stelle. So ergibt sich auch eine gute Verteilung unserer täglichen Aktivitäten: es sind zu jeder Zeit Spieler online. Wer beispielsweise im Urlaub ist meldet sich selbstverständlich ab.

Formation-Information.

Das letzte Wort bei allen wichtigen Entscheidungen liegt bei unserem Anführer Joker (Tim, 45). Dies stellt von vorneherein sicher, dass unsere strategische Linie und Zielrichtung durchgängig ist und wir nicht in Chaos und Anarchie versinken.Unser Clanoberhaupt wird durch zehn Vertreter verschiedener Bereiche unterstützt und beraten. Hierzu gehören beispielsweise die Beauftragten für Wirtschaft, Militär, Presse und Diplomatie. Das Führungsgremium von Babylon koordiniert darüber hinaus legendäre Geschwader und Staffeln für verschiedene Einsatzzwecke, wie Jagd, Spionageabwehr, Forschung und Aufklärung. Wir verfügen über viele Schiffe in verschiedenen Größen mit diversen Einsatzzwecken – darunter auch mehrere große Kampf-und Handelsschiffe. Unsere genaue Aufstellung möchten wir aus taktischen
Gründen nicht veröffentlichen.

Erfolg verfolgt.

Wir bezeichnen uns als „erfolgsorientierten Clan“. Allerdings lassen wir uns nicht in die typischen „Casual“ oder „Hardcore“- Schubladen stecken. Fakt ist: wir machen keine halben Sachen, aber jeder Spieler entscheidet natürlich selbst, wie sehr er sich einbringen kann und möchte. Nach unserem aktuellen Informationsstand sehen wir keine Notwendigkeit einer Mitgliedschaft in mehreren Clans oder Organisationen, daher lehnen wir diese auch ab und sehen es als Voraussetzung an, dass man sich nur bei uns engagiert. Führungspersönlichkeiten (Alpha-Tiere) können sich gerne für das Führungsgremium oder als Flotten- bzw. Squadleiter bewerben.

Unsere Voraussetzungen

- RSI-Account
- Mindestalter von 18 Jahren
- Bereit sein mindestens so viel zu geben, wie du nehmen willst
- Keine andere Mitgliedschaft
- TeamSpeak3 und Headset
- Aktivität in Foren, TS, Spiel

Charter

Unsere Voraussetzungen

RSI-Account

Von unseren Mitgliedern setzen wir voraus, dass sie über einen eigenen RSI-Account verfügen. Eine eigene Flotte oder besonderes Wissen sind keine Aufnahmevoraussetzungen – natürlich aber gerne gesehen.

Mindestalter

Wir haben für unsere Organisation ein Mindestalter von 18 Jahren festgelegt. Nur in Ausnahmefällen (z.B. Familienmitglieder) drücken wir ein Auge zu.

Geben und Nehmen

Eine unserer goldenen Regeln lautet: Sei bereit mindestens so viel zu geben, wie du nehmen willst. Diese Devise hat sich für uns ausgezahlt – für jeden einzelnen.

Exklusivität

Wir akzeptieren keine anderen Mitgliedschaften in Organisationen. Wir möchten, dass sich unsere Mitglieder bei uns wohl fühlen und zu 100% auf ihre Aufgaben innerhalb der Organisation konzentrieren. (Ausnahmen nur nach Absprache z.B. für “Starace” oder “German Advocacy “)

Kommunikation

Wir erwarten von unseren Mitgliedern, dass sie über ein funktionstüchtiges Headset verfügen und sich regelmäßig im TS einfinden. Weitere Kommunikation via WhatsApp-Gruppe ist gewünscht, aber keine Voraussetzung. Selbstverständlich erwarten wir – untereinander, als auch mit anderen befreundeten Spielern – einen netten und fairen Umgang.