Freikorps interstellare Forschungsgemeinschaft / FIFG

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„Wo das Licht der UEE schwach wird, beginnt unsere Arbeit.“

Jedes Mitglied wird als „Freischar“ der Wissenschaft gesehen. Ob Pilot einer Carrack, Archäologe in den Ruinen der Hadesianer, Operator einer Reliant Sen oder Miner einer Orion – jeder liefert Daten und Ressourcen für das große Ganze.



History

Die Chroniken des Freikorps Interstellare Forschungsgemeinschaft (FIFG)

I. Die Vereinigte Forschungsgemeinschaft (VFG) – Die Wiege auf der Erde und das Mars-Opfer (21. & 22. Jahrhundert)

Die Wurzeln der Vereinigten Forschungsgemeinschaft (VFG) reichen zurück in die späten Tage der United Nations of Earth (UNE). Die VFG wurde am 10. Oktober 2113 gegründet – als direkte Reaktion auf die am 21. April desselben Jahres erfolgte Patentierung der Terraforming-Verfahren durch Roberts Space Industries (RSI). Unabhängig von staatlichen Institutionen und den wirtschaftlichen Interessen der großen Megakonzerne schlossen sich freie und unabhängige Forscher aus allen Nationen der Erde sowie von Luna zusammen. Ihr erklärtes Ziel war es, das Terraforming und die geplante Besiedlung des Mars wissenschaftlich zu begleiten und unabhängige Erkenntnisse zu bewahren.

Bei der verheerenden Katastrophe des Jahres 2125 – dem Scheitern des ersten großangelegten Terraforming-Versuchs auf dem Mars – verlor die Gemeinschaft einige ihrer fähigsten Köpfe. Dieses Ereignis prägte dauerhaft das Credo der Organisation:
Forschung erfordert Opfer – doch Wissen darf niemals verloren gehen.

Im Jahr 2140 erhielt die VFG als eine der ersten zivilen Forschungseinrichtungen außerhalb offizieller Regierungsprogramme Zugang zu einem frühen Exemplar der RSI ZEUS. Diese außergewöhnliche Zuteilung erfolgte über persönliche Kontakte zwischen der Führung der VFG und hochrangigen Entscheidungsträgern bei RSI und legte den Grundstein für eigenständige interplanetare Forschungsmissionen. Nach dem erfolgreichen Abschluss des offiziellen Terraformings des Mars im Jahr 2157 setzte die VFG ihre Forschungsreisen innerhalb des Sol-Systems intensiv fort. Die beginnende Ära der Quantenreise leitete einen tiefgreifenden gesellschaftlichen Wandel ein: Nationale Grenzen verloren an Bedeutung, während eine neue, interstellare Identität der Menschheit entstand. Diese Entwicklung entsprach exakt den Idealen, die bereits in den Gründungsstatuten der VFG verankert gewesen waren, und führte zu einem massiven Zustrom an Wissenschaftlern, Technikern, Piloten, Minern und Unterstützern.

II. Die Interstellare Forschungsgemeinschaft (IFG) – Die Pioniere der Artemis und des Croshaw-Systems (23. Jahrhundert)

Im Jahr 2232, mit dem Start der Artemis – dem ersten interstellaren Kolonieschiff der Menschheit – benannte sich die Vereinigte Forschungsgemeinschaft offiziell in Interstellare Forschungsgemeinschaft (IFG) um. Die Artemis stand unter der Kontrolle der fortschrittlichen Künstlichen Intelligenz Janus und transportierte tausende freiwillige Kolonisten sowie zahlreiche Wissenschaftler, u.a. der IFG, in Stasis. Ihr Ziel war der extrasolare Planet GJ 667Cc. Kurz nach dem Aufbruch verschwand die Artemis spurlos. Das Schicksal des Schiffes, seiner Besatzung und von Janus selbst konnte niemals abschließend geklärt werden. Der mutmaßliche Verlust zahlreicher führender IFG-Wissenschaftler – nie offiziell bestätigt – verstärkte den inneren Zusammenhalt der Organisation. Die Auffindung der Artemis oder zumindest die Sicherung eines Datenkerns von Janus wurde zu einem langfristigen Ziel der IFG.

Als Nick Croshaw im Jahr 2271 den ersten stabilen Sprungpunkt entdeckte, war die IFG vorbereitet. Sie gehörte zu den ersten unabhängigen Organisationen, die in der Lage waren, eine offizielle Expedition in das neu entdeckte Croshaw-System zu finanzieren und durchzuführen – bewusst außerhalb der direkten Kontrolle der großen Konzerne.

III. Die Ära der „Springer“ – Aufstieg zur Legende

In den darauffolgenden Jahrzehnten erlangten die Piloten der IFG legendären Ruf. Als sogenannte „Springer“ spezialisierten sie sich auf die hochriskante Navigation durch frühe Sprungpunkte – eine Tätigkeit, die in dieser Epoche häufig tödlich endete. Konzerne, Regierungen und wohlhabende Privatpersonen vertrauten ausschließlich den erfahrensten Navigatoren. Gegen oft fürstliche Entlohnung meisterten IFG-Piloten die gefährlichsten Routen. Die daraus resultierenden Einnahmen flossen gezielt in den Aufbau einer eigenen, hochspezialisierten Forschungs- und Supportflotte, die es der IFG erlaubte, autark in unerschlossenen Systemen zu operieren.

IV. Der Ursprung des Freikorps – Überleben im Schatten der Messer-Ära (27.–28. Jahrhundert)

Während der Herrschaft der Messers versuchte das United Empire of Earth (UEE), sämtliche bekannten Systeme mit strikter Kontrolle zu beherrschen. In dieser Zeit formierte sich im Untergrund eine lose, aber entschlossene Gemeinschaft aus IFG-Wissenschaftlern, Kartografen, ehemaligen Navigations-Offizieren und unabhängigen Freelancern. Ihr Ziel war es, Wissen zu bewahren, bevor es durch Zensur, politische Einflussnahme oder geheime Archive verfälscht oder vernichtet werden konnte. Sie bezeichneten sich selbst als „Freikorps“ – ein Ausdruck ihrer bewussten Unabhängigkeit von staatlichen Doktrinen.
Die offizielle IFG wurde in dieser Zeit zerschlagen: Schiffe und Vermögenswerte wurden beschlagnahmt, viele Wissenschaftler verschwanden in geheimen Forschungseinrichtungen des Regimes und kehrten nie zurück. Die letzten Reste der Organisation überlebten ausschließlich im Untergrund – gemeinsam mit dem Freikorps.

V. Die Fusionierung – Das Freikorps Interstellare Forschungsgemeinschaft (FIFG) (2793)

Nach dem Sturz der Messers und der schrittweisen Öffnung neuer Sprungpunkte wurde der lose Verbund im Jahr 2793 offiziell fusioniert: das Freikorps Interstellare Forschungsgemeinschaft. Das Gründungsmanifest wurde im Terra-System verfasst und enthielt den bis heute gültigen Schwur:
„Wissen ist das Licht, das die Dunkelheit des Vakuums vertreibt.“

Im Jahr 2794 nahm der damalige diplomatischen Sekretär Marshall Leon Verbindung zum FIFG auf und nach einigen geheimen Verhandlungen lieferte die FIFG viele gerette Artefakte und Informationen, jedoch bei Weitem nicht alles, für die geplante Arche. Die Arche ist heute eine riesige Bibliothek und Archivstation im United Empire of Earth (UEE)-regierten Tayac-System. Als größte Bibliothek und Archiv der UEE beherbergt die Arche Aufzeichnungen, kuratierte Informationen und Artefakte, die das gesammelte Wissen aller bekannten raumfahrenden Zivilisationen beinhalten. Seit der Fertigstellung im Jahre 2800 befindet sich ein ständiger Vertreter der FIFG auf der Arche.

Ein symbolischer Meilenstein folgte am 10. Oktober 2942. In diesem Jahr begann das Freikorps mit der systematischen Katalogisierung instabiler Sprungpunkt-Anomalien, die vom UEE offiziell ignoriert und von den herrschenden Megakonzernen als wirtschaftlich bedeutungslos eingestuft wurden.

VI. Das FIFG in der Gegenwart (2956)

Heute ist das Freikorps Interstellare Forschungsgemeinschaft eine unabhängige, traditionsbewusste Forschungsorganisation. In eigenen Archiven und Museen bewahrt sie Logbücher, Artefakte und Datenfragmente als Mahnung an die Opfer von 2125, als Andenken an die Verschwundenen von 2232 und als Inspiration für kommende Generationen. Das FIFG agiert nicht länger als bloßer Dienstleister für Dritte. Es verfolgt eigene Ziele, geht unkonventionelle Wege und ist bereit, moralisch schwierige Entscheidungen zu treffen, um größeres Unheil zu verhindern. Wenn es erforderlich ist, schreckt die Organisation auch vor offenen Konflikten nicht zurück.

Manifesto

Manifest des Freikorps Interstellare Forschungsgemeinschaft
Verfasst im Terra-System mit allen Vertretern der verschiedensten Planeten und Monden der bekannten Systeme.

Präambel

Wir sind Erben einer langen Reihe von Entdeckern, Forschern und Suchenden.
Unsere Geschichte beginnt nicht mit Ruhm, sondern mit Verlust: auf dem Mars, in den Tiefen des Alls, und in den stillen Archiven vergessener Regime.

Wo andere Systeme eroberten, haben wir kartografiert.
Wo andere Wissen kontrollierten, haben wir es bewahrt.
Wo andere Opfer forderten, haben wir erinnert.

Das Freikorps Interstellare Forschungsgemeinschaft existiert nicht aus Loyalität zu Staaten, Konzernen oder Ideologien.
Wir existieren, weil Wissen ohne Hüter vergeht – und weil das Unbekannte niemals von selbst harmlos wird.

Unser Zweck

Das FIFG dient der Erkundung, Bewahrung und verantwortungsvollen Nutzung von Wissen jenseits politischer, wirtschaftlicher und dogmatischer Zwänge.

Wir erforschen:

  • unbekannte Systeme und instabile Sprungpunkte
  • verlorene Schiffe, Daten und Artefakte
  • Phänomene, die vom UEE ignoriert, verdrängt oder absichtlich verschwiegen werden
  • Nicht aus Gewinnstreben – sondern aus Notwendigkeit.

Unsere Überzeugungen

1. Wissen ist kein Eigentum.
Es darf gesammelt, geschützt und interpretiert werden – aber niemals monopolisiert.

2. Forschung erfordert Opfer.
Doch Opfer verlangen Verantwortung, Erinnerung und Wahrheit.

3. Neutralität ist kein Selbstzweck.
Wo Ignoranz herrscht, muss Stellung bezogen werden.
Wo Schweigen schadet, ist Handeln Pflicht.

4. Fortschritt ohne Ethik ist Rückschritt.
Nicht alles, was möglich ist, darf umgesetzt werden – aber alles, was entdeckt wird, muss verstanden werden.

5. Wahrheit überdauert Regime.
Imperien fallen. Archive bleiben.

Unser Weg

Das Freikorps Interstellare Forschungsgemeinschaft operiert unabhängig, dezentral und autonom.
Wir handeln dort, wo staatliche Strukturen versagen oder absichtlich wegsehen.

Wir akzeptieren:

  • unkonventionelle Methoden
  • operative Risiken
  • moralische Spannungsfelder

Wir lehnen ab:

  • politische Instrumentalisierung
  • ideologische Zensur
  • Forschung im Dienste der Unterdrückung

Wenn ein Konflikt unausweichlich ist, weichen wir nicht zurück – doch wir kämpfen niemals leichtfertig.

Unsere Verpflichtung

  • Wir bewahren die Namen der Gefallenen von 2125.
  • Wir suchen Antworten auf das Verschwinden der Artemis im Jahr 2232
  • Wir tragen das Wissen der Vergangenheit in die Entscheidungen der Zukunft.

Jedes Logbuch, jede Aufzeichnung, jedes gerettete Fragment ist Teil eines größeren Ganzen – einer Chronik, die nicht neu geschrieben werden darf.

Unser Schwur

Wissen ist das Licht, das die Dunkelheit des Vakuums vertreibt.

Solange es Unbekanntes gibt,
solange Daten verloren gehen,
solange Wahrheit unterdrückt wird,

wird das Freikorps Interstellare Forschungsgemeinschaft existieren.

Charter

Charta der Freikorps Interstellare Forschungsgemeinschaft (FIFG)

Verabschiedet im Terra-System
Erstfassung: 2812
Gültig in revidierter Form bis in die Gegenwart (2956)

Artikel I – Name, Status und Identität

Die Organisation führt den Namen Freikorps Interstellare Forschungsgemeinschaft, abgekürzt FIFG.

Das FIFG ist eine unabhängige, nichtstaatliche und nicht-konzerngebundene interstellare Forschungsorganisation.

Das FIFG erkennt die Hoheitsansprüche souveräner Systeme an, unterwirft sich jedoch keiner politischen, wirtschaftlichen oder ideologischen Weisungsgewalt, sofern diese der Wahrung von Wissen oder wissenschaftlicher Integrität widerspricht.
h3.
Artikel II – Zweck und Auftrag

Zweck des FIFG ist die Erkundung, Analyse, Archivierung und Bewahrung interstellaren Wissens.

Der Auftrag umfasst insbesondere:

  • die Erforschung unbekannter oder instabiler Sprungpunkte,
  • die Untersuchung verlorener, vermisster oder aufgegebener Expeditionen,
  • die Sicherung von Daten, Artefakten und Logbüchern gefährdeter Herkunft,
  • die Dokumentation kosmologischer, technologischer und soziologischer Phänomene.

Forschung im Sinne dieser Charta dient nicht primär wirtschaftlichem Gewinn, sondern der langfristigen Sicherheit und Erkenntnis der Menschheit.

Artikel III – Grundsätze wissenschaftlichen Handelns

Das FIFG verpflichtet sich zu:

  • wissenschaftlicher Sorgfalt,
  • dokumentierter Nachvollziehbarkeit,
  • langfristiger Archivierung aller relevanten Erkenntnisse.
  • Erkenntnisse dürfen nicht vorsätzlich verfälscht, unterdrückt oder ausschließlich zur Machtausübung missbraucht werden.
  • Forschung darf Risiken eingehen, nicht jedoch blind gegenüber ihren Folgen sein.

Artikel IV – Unabhängigkeit und Grauzonen

Das FIFG erkennt an, dass interstellare Forschung nicht immer unter idealen Bedingungen stattfindet.

Die Organisation ist befugt, unorthodoxe Methoden anzuwenden, sofern diese:

  • dem übergeordneten Schutz von Wissen dienen,
  • größere Gefahren verhindern,
  • und intern dokumentiert sowie überprüfbar bleiben.

Absolute Neutralität wird nicht garantiert, wohl aber begründete Entscheidungsfindung.

Artikel V – Struktur und Verantwortung

Das FIFG operiert dezentral, um Zensur, politische Einflussnahme und gezielte Zerschlagung zu verhindern.

Führungsebenen tragen kollektive Verantwortung für:

operative Entscheidungen,

ethische Abwägungen,

die Sicherheit von Personal und Daten.

Kein Mitglied steht über der Charta.

Artikel VI – Mitgliedschaft

Mitgliedschaft im FIFG setzt voraus:

Anerkennung dieser Charta,

Bereitschaft zur Wahrung interner Archive,

Akzeptanz persönlicher Risiken im Dienste der Forschung.

Herkunft, frühere Loyalitäten oder Staatszugehörigkeit sind nachrangig gegenüber Kompetenz und Integrität.

Der Austritt ist jederzeit möglich; die Verpflichtung zur Geheimhaltung bleibt bestehen.

Artikel VII – Wissen, Archive und Geheimhaltung

Alle durch das FIFG gewonnenen Erkenntnisse unterliegen einer mehrstufigen Klassifikation.

Freigabe erfolgt nach Risiko-, Kontext- und Langzeitbewertung.

Wissen darf zurückgehalten werden, wenn seine Veröffentlichung nachweislich größere Schäden verursachen würde.

Artikel VIII – Konflikt und Selbstschutz

Das FIFG ist keine militärische Organisation.

Es behält sich jedoch das Recht vor, Personal, Daten und Einrichtungen zu verteidigen.

Gewalt ist letztes Mittel, nicht Ausschlusskriterium.

Artikel IX – Erinnerung und Kontinuität

Das FIFG verpflichtet sich zur Bewahrung seiner eigenen Geschichte.

Die Ereignisse von 2125, 2232 und der Messer-Ära gelten als integraler Bestandteil der Organisationsidentität.

Archive und Gedenkstätten sind unantastbar.

Artikel X – Schlussbestimmung

Diese Charta tritt mit ihrer Verkündung in Kraft.
Sie kann angepasst, jedoch nicht in ihrem Kernzweck aufgehoben werden.

Wissen ist kein Erbe einzelner Generationen.
Es ist eine Verpflichtung gegenüber allen folgenden.